Hampi – sagenumwobene Geisterstadt

Januar 23, 2016

Zwischen riesigen aufeinandergetürmten Granitbrocken, Dutzenden von Tempelruinen und unzähligen schimmernden Reisfeldern liegt das faszinierende Hampi, eine Geisterstadt verteilt auf einer Fläche von 26 Quadratkilometern.

Das erste Mal reisen wir mit unserer Intrepid Gruppe für zwei Tage nach Hampi und uns ist sofot klar: Hier möchten wir nochmals hin und länger bleiben.

Die Landschaft rund um Hampi zieht jeden sofort in seinen Bann. Aus einer Laune der Natur entstand eine hügelige Landschaft die mit unzähligen, aufeinandergetürmten Granitbrocken übersät ist. Es ranken viele Mythen und Legenden über die genaue Entstehung dieses Naturspektakels. Eine besagt, dass die Affenkönige Bali und Sugriva zur Demonstration ihrer Macht riesige Steine herabregnen liessen, während andere überzeugt sind, dass das Königreich vor vielen tausend Jahren unter Wasser gestanden habe. Sicher ist die Erklärung aus der Geologie. Die Granitkörper bildeten sich aus Magma welches aus der Tiefe aufstieg und in der Erdkruste steckenblieb bis es langsam abkühlte und an die Oberfläche kam. Viele dieser Steine sind somit vor rund 2.5 Millionen Jahren entstanden. Für uns scheint es als hätte ein riesiges Kind seine Bauklötze in allen erdenklichen Varianten gestapelt, umgeworfen und wild zerstreut liegengelassen.

Zwischen den Steinformationen schlängelt sich silbern-glänzend der Tungbhadra Fuss und Dutzende von Tempelruinen erinnern an das einstige mächtige Königreich. Verteilt auf 26 Quadratkilometern bildet diese Geisterstadt das grösste Ruinenfeld ganz Indiens. Die „einstige Stadt des Sieges“ war die Kapitale von Vijayanagar, dem letzten und mächtigsten hinduistischen Königreich, das sich über die Südhälfte des Subkontinents erstreckte.

In der Region in und um Hampi gibt es unendlich viel zu entdecken und es gibt viele schöne Plätze wo man die Seele baumeln lassen kann.

Am besten mietet man sich für 150 Rupien am Tag ein Velo und erkundet damit die Umgebung. Man muss sich dabei jedoch für eine der zwei Flussseiten entscheiden, da man das Velo auf dem kleinen Boot nicht auf die andere Seite transportieren kann.

Unser erster Ausflug führte zu dem nahegelegenen Stausee und zum Sonnenuntergang auf den Affentempel. Während der Fahrt durch die bezaubernde Landschaft hat man das Gefühl man fahre durch ein Gemälde, vorbei an schillernden Reisfeldern, einem Jungen der Ziegen hütet und mystischen Ruinen.

Die Ruinen von Hampi gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sie sind noch immer ein wichtiges religiöses Zentrum, das den Virupaksha Tempel beheimatet sowie zahlreiche andere Monumente. Um die bekanntesten Tempel anzusehen, haben wir uns einige Stunden lang ein Tuctuc gemietet, dass uns zu den Plätzen fuhr. Unser Fahrer der sich selbst den Spitznamen „Black Cat“ verlieh, hat uns auch noch seine Lieblingsplätze gezeigt. Die verlassenen Tempel und Ruinen abseits des grossen Touristenstroms waren dann auch das Highlight unserer Tour.

Viele Plätze in Hampi kann man auch gut zu Fuss erkunden, wie zum Beispiel die Tempel auf dem Hügel gleich neben Hampi oder den unterirdischen Wasserfall flussaufwärts. Meist ist schon allein der Weg zu den Sehenswürdigkeiten das Ziel.

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