Weihnachten in den Bergen Keralas

Dezember 24, 2015

Der Periyar Nationalpark liegt in den Bergen der Westghats an der Grenze zu Tamil Nadu. Umringt von Teeplantagen, Gewürzfarmen und üppiger Vegetation feiern wir Weihnachten in einer völlig neuen Umgebung.

Von Kochi geht es weiter nach Periyar, zum Nationalpark in den Bergen Keralas. Während der 4-5 stündigen Fahrt kämpft sich unser Luxus-Touristenbus den Berg hinauf. Für Entertainment ist gesorgt: im integrierten Fernseher läuft ein Film über Martial Arts und auch ein Blick aus dem Fenster wird belohnt. Die Szenerie entlang der holprigen Strasse ist vielseitig und wechselt ständig. Belebte Gassen und von Bussen überfüllte Strassen in den kleineren Städten, die beeindruckenden Villen mit den grosszügig bewirtschafteten Vorgärten der keralischen Oberschicht, Tee- und Rubberplantagen in intensiven Grüntönen sowie viele bunte Schilder die auf die nahgelegenen Spice Farms verweisen. Nach einigen Stunden ist ein Halt bei Abrahams Spice Farm eingeplant. Dort erwartet uns ein grosszügiger Lunch auf dem Palmenblatt mit anschliessender Führung durch die intensiv duftenden Gewürzgärten. Wir sehen Zitronen in der Grösse von Fussbällen, Zimtbäume bei denen das Zerkauen der Blätter besonders lecker ist, verschiedene Kaffeesorten und viele weitere Gewürze und Früchte. Einige wagen sich an die schärfste Chili Indiens, was sie kurz darauf bereuen und ein paar Sunden später dann gleich nochmals :). Doch unser Guide weiss Hilfe. Das Zerkauen eines Blattes vom Betelbaum hemmt das Geschmacksempfinden für die nächsten 30 Minuten.

Danach gehts weiter nach Periyar, wo wir die nächsten zwei Tage verbringen und am Abend zur berühmten „Martial Arts Show “ gehen. Martial Arts ist eine beeindruckende moderne Form des Kampfes wobei die Kämpfer verschiedene Techniken aus Karate, Taekwondo, Kickboxen und ähnlichen Kampfsportarten miteinander vermischen. Nach der besonders langweiligen Kulturshow in Kochi waren wir erst etwas skeptisch aber diese Kampfshow ist einfach einzigartig und absolut empfehlenswert. Fasziniert von der den flinken Bewegungen und Schlägen versuchen unsere Augen den schnellen Manövern zu folgen. Den Höhepunkt bildet die letzte Show des Masters, der mit scharfen Peitschen so wild und schnell um sich schlägt, das wir nur noch die kleinen Lichtblitze gefolgt von den peitschenden schrillen Schlägen in der Luft wahrnehmen. Ein mitreissender tosender Beifall aus Jubelrufen, klatschenden Händen und stampfenden Beinen dröhnt durch die Kampfarena und jeder ist erpicht darauf zum Schluss noch ein Bild zusammen mit den Kämpfern – insbesondere dem Grand Master – einzufangen.

Für den folgenden Tag – genauer gesagt den Weihnachtstag – ist ein Ausflug zu einem nahegelegenen Wasserfall eingeplant. Leider entpuppt sich dieser nicht ganz so spektakulär wie erwartet, dafür ist der Weg dahin mit zwei Range Rovers durch Teeplantagen und Bergdörfer wunderschön und bietet ein Menge Action. Wir haben den Wasserfall allein für unsere Gruppe und können ungestört baden und die Umgebung erkunden.

Für den Abend hat unser Group Leader eine Überraschung eingeplant: Wir feiern Weihnachten an einem Lagerfeuer im Elephant Camp wo er als kleiner Junge gearbeitet hat. Jeder der Gruppe hat im Voraus ein kleines Geschenk organisiert, diese kann man beim „Bad Santa Game“ erobern und von anderen klauen. Daran erfreuen sich nicht alle, doch zu guter Letzt hat Mike das Schönste aller Geschenke – ein silbernes Fusskettchen – für mich ersteigert :).

Fröhliche Weihnachten euch allen!

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