Agonda Beach – Goa abseits des Touristenstroms

Dezember 12, 2015

Es gibt sie auch in Goa noch, die kleinen charmanten Strände fern vom Massentourismus . Wo man für ein paar Tage die Seele baumeln lassen kann und das Leben im Paradies geniesst.

Mit der Wahl unseres ersten Ziels hatten wir einen Treffer ins Schwarze gelandet. Hier zeigt sich Goa von einer völlig anderen Seite. Ein palmenumsäumter Sandstrand mit einfach gebauten Bungalows und sehr wenig Touristen. Godwin, der Besitzer des „Secret Garden Guesthouse“ empfing uns sehr herzhaft und wir beschlossen unsere erste Woche in Indien bei ihm zu verbringen. Für unseren Bungalow direkt am Strand zahlten wir pro Nacht 1000 Rupien, was umgerechnet 15 CHF sind. Uns schien dies ein Schnäppchen und wir griffen sofort zu. Später im Verlauf unserer Reise merkten wir dann, dass die Preise in Agonda für indische Verhältnisse nicht ganz so günstig waren. Falls ihr mal in der Nähe unterwegs seid, würden wir euch trotzdem empfehlen hier einen Zwischenstopp einzulegen, um sich an diesem schönen Ort zu erholen und Energie zu tanken.

Gleich neben unserer Unterkunft findet man das Restaurant „Hidden Garden“, welches superleckeres indisches Essen anbietet und auch zu Godwins kleinem Paradies gehört. Sehr schnell wurde dies unser neuer „Place to Be“ und nach ein paar Schlenkern durch die indische Küche hatten wir unsere Lieblingsgerichte „Vegetable Korma“ und „Aloo Gobi“ auserkoren. Je nachdem wo man isst und wer gerade kocht, schmecken die indischen Gerichte völlig anders. Und dies war auch hier der Fall, im Verlauf unserer Indienreise kamen diese zwei Gerichte leider an keinem Ort an Godwins Kochkünste heran.

Nach ein paar Tagen Akklimatisierung war es Zeit für unsere erste Yogaerfahrung. Während zwei Stunden stretchten wir unsere Bänder ins Unerdenkliche und verrenkten uns in alle möglichen Richtungen. Was bei den anderen leicht und sogar bequem aussah, trieb uns den Schweiss aus allen Poren. Nach dem Kurs fühlten wir uns zwar etwas müde, aber sehr glücklich und entspannt. Beim darauffolgenden Kurs ging das Ganze schon etwas einfacher – die Übung macht den Meister.

Kurz darauf wagten wir uns an das „Laugther Yoga“ (Lachyoga), eine etwas neuere Yogaform aus Mumbai. Ziel ist es, dem eigenen Körper vorzusimulieren dass man lacht um dadurch Endorphine freizulassen. Das Lachen dürfe dafür auch etwas erzwungen sein und sollte sich dann im Verlauf des Kurses an ein kindliches Lachempfinden annähern. Während einer Stunde tobten wir umher wie kleine Kinder, umarmten einander und lachten was das Zeug hielt. Bei den geübten Teilnehmern schien das Lachen locker und herzlich, wir und die anderen Anfänger hatten aber noch etwas Mühe uns so „gehen“ zu lassen.

Woran es in Indien nirgends fehlt, sind Kühe und streunende Hunde. Es gibt sie einfach überall: auf den Strassen, den Zuggleisen, am Strand und an jeden erdenklichen Stellen inmitten der Städte. Einer der Strandhunde hat es uns besonders angetan. Wir tauften ihn „Geeki“ und sobald wir sein Revier betraten, fand man ihn an unserer Seite. An seinen mutigen Tagen, versuchte er uns auch über seine Grenze hinaus zu begleiten, was eine Triade von wütendem Bellen und Schnappen der anderen Hunde auslöste. Jedem sein Platz – “Geeki“ musste wohl oder übel unsere Rückkehr abwarten.

Eines Tages fanden wir sieben supersüsse kleine Welpen am Strassenrand. Wir spielten eine Weile mit ihnen und beschlossen am nächsten Tag wieder vorbeizugehen. Leider gilt hier das Gesetz der Strasse, am Tag darauf waren es nur noch sechs. Ein Mann der die Welpen gerade fütterte meinte, dass der kleine Braune wahrscheinlich von einem anderen Tier gefressen worden sei.Traurig schauten wir ein paar Stunden später nochmals vorbei, aber den Kleinen bekamen wir leider nicht mehr zu Gesicht.

Nach einer Woche beschlossen wir an den etwas touristischeren Palolem Beach weiter südlich zu reisen. Das Internet in Agonda war leider sehr schlecht und wir hofften in Palolem endlich die ersten Blogeinträge hochzuladen. Leider wurden wir bald eines besseren belehrt. Auch wenn überall „Free Wifi“ steht, ist es als ob man an einem Glücksrad dreht – und gute Verbindungen sind sogar in den Städten eher selten.

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